Sonntag, 12. Oktober 2014

Freitag, 10. Oktober 2014

Stichworte zu "Ort, Nina (2007): Reflexionslogische Semiotik. [...] Gotthard Günther [...] Charles S. Peirce. Weilerswist: Velbrück Wissenschaft"

1) Es geht um die folgende Literatur: Ort, Nina (2007): Reflexionslogische Semiotik. Zu einer nicht-klassischen und reflexionslogisch erweiterten Semiotik im Ausgang von Gotthard Günther und Charles S. Peirce. Weilerswist: Velbrück Wissenschaft.

 2) Zu 0. Einleitung

 2.1 ) "Das Problem (...) besteht (...) darin, auf der Grundlage des dualistischen Erkenntnismodells wissenschaftliche Theorien zur Erklärung von solchen Phänomenen zu entwickeln, die ihrerseits den Gesetzen des zweiwertigen Denkens nicht mehr gehorchen" (Ort 2007: 11).
L.E.: Welche (sozialen) Phänomene gibt es denn, die diesen Gesetzen nicht mehr gehorchen? Mir fallen nur eher physikalische Phänomene ein, wie der Teilchen/Welle-Dualisms oder die Heisenberg'sche Unschärferelation. Gäbe es dann soziale (sic!) Phänomene?

2.2) "Konkret wird das immer dann problematisch, wenn anstelle von statischen Zustands- oder Phänomenbeschreibungen dynamische Phänomene der Entwicklung dargestellt werden sollen" (Ort 2007: 11).
L.E.: Man kann einwänden, dass das bei Luhmann kaum der Fall ist, beispielsweise die Integration der Evolutionstheorie in seiner Gesellschaftstheorie, aber auch die doppelte Kontingenz. Ort ist aber vermutlich auf einer anderen Ebene geringerer Systemkomplexität zuzustimmen.

2.3) "Günthers Reflexionslogik (beschäftigt) sich nicht mehr mit 'statischen' Objekten, sondern mit Prozessen. (...). (Es ist ein) Modell, das einen (...) konsistenten Entwurf für die Datstellung evoluierender, prozessualer, das heißt, nicht-klassischer, also lebendiger Systeme liefert" (Ort 2007: 13 f., Hervorh. i. Ori.).

<Leider verließ mich dann die Lust. Grund ist vermutlich, dass ich im Rahmen sozialer Systeme zu wenig mit "Regeln" anfangen kann, da man sich vermutlich eher mit der Kausalität in Luhmanns Theorie beschäftien muss. Das sagt aber nichts über die Qualität des Buches aus - es triff mein Thema eben nur am Rande>

Donnerstag, 1. Mai 2014

Exzerpt Luhmann GdG Kapitel I.IX Komplexität (S. 134-144)

Zu Beginn möchte ich als erstes mit der Definition von Komplexität beginnen, um den Unterschied des Begriffes zu unserem Alltagsverständnis darzustellen. Dadurch wird die Stellung innerhalb der Komplexität .... 

weiter geht es unter https://www.academia.edu/7037498/Exzerpt_Luhmann_GdG_Kapitel_1.IX_Komplexitat

Samstag, 21. September 2013

Hypothesen bei Niklas Luhmann als Einstieg zu empirischen Untersuchungen auf Gesellschaftsebene (von Lutz Ebeling)


Hypothesen und zugehörige Überlegungen

Differenzierungen stellen sich als Folge von Systemdifferenzierungen ein (vgl. Luhmann 1997: 597). D.h. im Umkehrschluss, dass sich Entdifferenzierung dadurch auszeichnet, dass Systeme zu Grunde gehen oder genauer Systemdifferenzierung abnimmt. Das Systeme zu Grunde gehen ist zwar ein notwendiges jedoch kein hinreichendes Kriterium - man denke an die flüchtigen Interaktionssysteme.

Systemdifferenzierung ist rekursive Systembildung (vgl. Luhmann 1997: 597).

Wenn aufgezeigt werden kann, dass in den einzelnen Teilsystemen bei allen unterschiedlichen inhaltlichen Ausprägungen dennoch identische Strukturen – binäre Codes, Programme, Selbstbeschreibungen, Beobachtungen zweiter Ordnung, Kontingenzformeln, strukturelle Kopplungen usw. – nachweisbar sind, dann könne das als Beleg für die These der funktionalen Differenzierung der modernen Gesellschaft geltend gemacht werden (vgl. König 2012: 8).

Ausgehend von der leitenden Überlegung, dass Umbrüche in der Gesellschaftsstruktur durch semantische Innovationen vorbereitet oder auch durch eine trügerische Kontinuität in der Semantik verdeckt werden können, untersucht Luhmann anhand der historischen Entwick-lung von Begriffen wie z.B. Staat, Recht oder Individuum, in welchem Verhältnis Struktur und Semantik in verschiedenen gesellschaftlichen Ordnungen jeweils stehen[1] (vgl. König 2012: 9)

Soziale Systeme können ihre Selbstreproduktion nur mit Hilfe von Selbstbeobachtungen und Selbstbeschreibungen durchführen (Luhmann 1984: 230):



[1] Siehe die vier Bänder mit dem Titel Gesellschaftsstruktur und Semantik

Synonyme, Erläuterungen

Wenn ein soziales System entsteht wird das Ausdifferenzierung genannt (vgl. Luhmann 1997: 597)

Literatur

König, Tim (2012): Einführung in die Systemtheorie. Studienbrief Nr. 03198. FernUniversität in Hagen, Hagen. KSW.

Luhmann, Niklas (1997): Die Gesellschaft der Gesellschaft. 2 Bände. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.



(Lutz Ebeling, Stand 25.09.2013)


Freitag, 4. Januar 2013

Wozu dient oder was ist die Identität eines sozialen Systems?

1) Gibt es eine Identität des Sozialsystems? (Im folgenden kurz Systemidentität genannt).
2) Ohne den Begriff Identität nachgeguckt zu haben - glauben wir dass Autopoiesis, Selbstreferenz oder Codeoperationen hier nicht ausreichen. "Identität" scheint doch mehr ein Programm oder gar ein Wert zu sein?
3) Wie wandelt sich die Systemidentität?
4) Wie wird sie verstärkt oder abgeschwächt? Durch Autopoiesis? Ist diese Bestärkung das, was man bei psychischen Systemen "Selbstbewusstsein schaffen" nennt?
5) Kann man diese Systemidentität mit der Identität eines psychischen Systems vergleichen, also welche Funktion haben beide?
 6) Besitzen Hartz-IV-Empfänger weniger Identität als vor ihrer Arbeitslosigkeit? Oder ist es eine andere Identität?
7) Ist Identität ein ähnlich breiter Begriff wie ein Wert, sodaß damit Stabilitäts- und Veränderungsbewegungen von Systemen analysiert werden können?
8) Brauchen wir in der Systemtheorie so ein Begriff überhaupt? Oben wurden systemtheoretische "Ersatzbegriffe" (Autopoieses, Code, usw.) bereits angedeutet. Was hätte der Begriff der Identität für einen Erkenntniswert?

So allzu viel scheint im Register zweier wichtiger Luhmannwerke nicht zu finden zu sein, es scheint aber ein Einstieg zu sein:
  • sozSys: Identität 100, 1 1 2 , 136, 252, 356f.; s. Reflexion - als Erwartungsbedingung 426 ff. -, personale/soziale 352, 360 f.,373. 551 
  • GdG: Identität 46 f., 94, 628, 796 f., 878, 889, 931, 1015, 0135, 1051
Man müsst mal in die Bibliothek gehen, Literaturrecherche und bei intensiv Luhmann nachlesen, oder wer hat eine spontane Meinung dazu?

Samstag, 22. Dezember 2012

Ist der Dritte die Systemreferenz?

Bsp.: Komplexität durch Komplexität reduzieren.

Bei Entfaltung dieser Tautologie (also einer scheinbaren Paradoxie), kommt der Dritte durch Systembildung hervor. Es bilden sich Supra- oder Subsysteme, insbesondere letzteres ist bei Luhmann zu finden (Stichwort Differenzierung). Aber das ist nicht mein Problem, sondern  ich möchte die Antwort auf meine gestellt Frage finden. Ein Versuch:

Nenne ich Luhmann oder besser Systemdifferenzierung zur Komplexitätssteigerung (also der o.g. Entfaltung des Beispiels), ist es doch zunächst nichts anderes als eine Systemreferenz, die ich wähle, oder? Also trivial. Steht schon alles geschrieben.  Aber wenn nun zusätzlich der Dritte unsichtbar ist ( der blinde Fleck), ich aber eine Systemreferenz wählen kann, sie offenbar "sehen" kann (sic!), bspw. um das unsichtbare in dem o.g. Beispiel zu finden, kann es doch nicht sein, dass die Systemreferenz der Dritte ist? Oder vielleicht doch? Oder ist die Frage falsch gestellt? Wo ist mein Denkfehler? Ich befürchte die Systemreferenz oder der berühmte Vergleich zwischen Äpfel und Birnen. SysRef = Umwelt einer binären Betrachtungsweise. Der Dritte eine tertiäre Betrachtungsweise, also auf einer anderen Ebene. Also Äpfel und Birnen - schade, eigentlich. Aber ich gebe nicht auf, deswegen das Blog hier.

Hintergrund: Ich bin auf der Suche nach Tertialität. Die Binarität bei Luhmann ist schon genial, aber fehlt da nicht der blinde Fleck? Hat er nicht so was ähnliches mal von sich gegeben, dass er leider keine Zeit mehr hat seine Theorie auf Tertialität umzustellen? Ich suche mal weiter.....

criticism welcome....

Samstag, 5. Februar 2011

Wiederanmeldung. Beschäftigung mit Sozionik

Liebe Leute, bin wieder da. Im Bereich der Sozionik - einer Gemeinschaftsunternehmung der Informatik und Soziologie. Wir wünschen uns viel Spaß, ciao, Lutz